Ausblick Studienwoche 2026

Hier finden Sie eine Übersicht und Informationen zur Studienwoche 2026

„Kommunikation in Zeiten der Sprachlosigkeit“

 

Zuhören und miteinander reden sind die völlig elementarsten Dinge. Ohne das einander Zuhören ist alles nichts: keine Versöhnung, kein Gespräch, keine Debatte, kein respektvoller Streit“.

Prof. Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler

Doch was hindert uns am Zuhören, an einem respektvollen Streit? Vieles! Da sind zum einen unsere eigenen Filter, die uns dominieren – und wir uns dann eigentlich nur selbst hören. Auf der anderen Seite ist es die politische und gesellschaftliche Zerrissenheit. Wenn fast 30% der Bevölkerung AfD wählen, wie kann und will ich mich mit diesem Drittel auseinandersetzen („Mit Nazis reden?“, Wiglaf Droste).

Dazu gibt es rund 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, davon die Hälfte ausländische Staatsbürger. Auch hier ist eine Kommunikation häufig schwierig, oder sie findet gar nicht statt.

Sprachlosigkeit in unserer Gesellschaft?! Ja, aber wir müssen und wollen das nicht so einfach hinnehmen, weder gesellschaftlich, noch im privaten Bereich.

Sprachlosigkeit zeigt sich aber auch im Privaten – wenn Gespräche abreißen, Missverständnisse wachsen, Beziehungen zerbrechen. Sie beginnt oft leise, als Rückzug oder Angst, etwas Falsches zu sagen. Doch Kommunikation kann auch heilen: durch Zuhören, Fragen, Empathie. Gute Kommunikation ist kein Zufall – sie verlangt Bewusstsein, Sensibilität und Verantwortung.

Unsere Studienwoche 2026 will diesen Prozessen auf den Grund gehen. Unter dem Titel „Kommunikation in Zeiten der Sprachlosigkeit“ fragen wir: Wie bleibt Verständigung möglich, wenn Worte versagen? Wie können wir Brücken schlagen, wo Gräben entstanden sind? Wie schützen wir uns, ohne uns abzuschotten?

Renommierte Referentinnen und Referenten (s.u.) werden uns Einblicke geben in Macht und Wirkung von Sprache, in ihre Fähigkeit zu verbinden oder zu trennen. Gemeinsam wollen wir Wege suchen, wieder ins Gespräch zu kommen – über gesellschaftliche, politische und persönliche Grenzen hinweg

Prof. Dr. Jürgen Manemann studierte in Münster Katholische Theologie. 1997 und 2011 war er Coolidge-Fellow der Association for Religious and Intellectual Life in America an der Columbia University/New York. 2008 war er Gastprofessor an der Dormitio-Abtei in Jerusalem.Am philosophischen Forschungsinstitut Hannover forscht er in den Bereichen Umweltphilosophie und Demokratietheorien.

Er arbeitet an einer Human-Ökologischen Politikethik und beschäftigt sich mit Fragen der Umweltphilosophie, und Fragen zu neuen Demokratie- und Politiktheorien. Wir freuen uns auf seinen Einführungsvortrag zu unserer Studienwoche.

Simone Rafael ist Journalistin und Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt digitaler Rechtsextremismus und Netzpolitik. Sie arbeitet als Kommunikationsmanagerin und ist Co-Projektleiterin des Monitorings zur Bundestagswahl 2025. Zuvor hat sie unter anderem den Digitalbereich der Amadeu Antonio Stiftung aufgebaut, die „Mut gegen rechte Gewalt“ stärkt. Sie arbeitet an Ideen für eine digitale Zivilgesellschaft und gegen Rechtsextremismus. Mitglied der Task Force „Umgang mit Hate Speech“.

„Ein ganz klares Nein – mit Neonazis redet Simone Rafael von der Amadeu Antionio Stiftung nicht. Solange die nur pöbeln, bedrohen und niederschreien wollen. Allerdings argumentiert sie gegen ihre Positionen.“

In seinem Beitrag stellt Medienwissenschaftler Anton Hansen sich und uns die Fragen:

  • Welche Folgen hat KI-Content für demokratische Meinungsbildung und digitale Öffentlichkeit?
  • Wie verändert KI die Idee von Authentizität und Urheberschaft in sozialen Medien?
  • Wie bleibe oder werde ich „medien-kompetent“, wenn menschliche und maschinelle Stimmen nicht mehr unterscheidbar sind?

Hansen ist Research Master of Arts in New Media and Digital Culture mit Schwerpunkt digitale Kommunikation und Forschung. Er beschäftigt sich mit KI, Desinformation, Medienethik und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, komplexe Themen verständlich zu machen und gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten.

Simone Rafael ist Journalistin und Kunsthistorikerin mit dem Schwerpunkt digitaler Rechtsextremismus und Netzpolitik. Sie arbeitet als Kommunikationsmanagerin und ist Co-Projektleiterin des Monitorings zur Bundestagswahl 2025. Zuvor hat sie unter anderem den Digitalbereich der Amadeu Antonio Stiftung aufgebaut, die „Mut gegen rechte Gewalt“ stärkt. Sie arbeitet an Ideen für eine digitale Zivilgesellschaft und gegen Rechtsextremismus. Mitglied der Task Force „Umgang mit Hate Speech“.„Ein ganz klares Nein – mit Neonazis redet Simone Rafael von der Amadeu Antionio Stiftung nicht. Solange die nur pöbeln, bedrohen und niederschreien wollen. Allerdings argumentiert sie gegen ihre Positionen.“

In seinem Beitrag stellt Medienwissenschaftler Anton Hansen sich und uns die Fragen:

  • Welche Folgen hat KI-Content für demokratische Meinungsbildung und digitale Öffentlichkeit?
  • Wie verändert KI die Idee von Authentizität und Urheberschaft in sozialen Medien?
  • Wie bleibe oder werde ich „medien-kompetent“, wenn menschliche und maschinelle Stimmen nicht mehr unterscheidbar sind?

Hansen ist Research Master of Arts in New Media and Digital Culture mit Schwerpunkt digitale Kommunikation und Forschung. Er beschäftigt sich mit KI, Desinformation, Medienethik und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, komplexe Themen verständlich zu machen und gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten.

Darüber hinaus angefragt sind Dr. phil. Helmut Heit, M.A., Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche Klassik Stiftung, der dem wir uns Einblicke in die „Macht der Sprache“ versprechen. Heit spannt einen Bogen von den Hoffnungen auf eine kultivierende Wirkung der Sprache bei Herder und Schiller über die Sprachkritik Nietzsches, bis zu gendergerechter Sprache und Kriegsrhetorik heute.

Politikwissenschaftler und Publizist PD Dr. Stefan Luft forscht zu Migrations- und Integrationsprozessen seit dem Zweiten Weltkrieg, der Europäisierung der Migrationspolitik seit den 1990er Jahren und den vielfältigen Auswirkungen der Migration auf die Aufnahmegesellschaft (Städte, Bildungswesen, Arbeitsmarkt etc.) und zu aktuellen Themen der Sicherheits- und der Entspannungspolitik.

Und natürlich machen wir Euch die Auswahl eines Workshops wieder so schwer wie möglich, 😉

Wir bieten Euch Konfliktmoderation mit Susanne Ulrich. Welches sind Werte und Sicherheiten, die für meine eigene Identität fundamental sind? Was sind Dinge, die ich als fremd ansehe? Mit welchen eigenen Prägungen und Vorurteilen sehe ich die Welt? Wir kann mir Kommunikation helfen partnerschaftliche, Regelungen für Konflikte zu finden und dennoch meinen eigenen Standpunkt zu vertreten?

Alle, die ihre Präsentations- und Vortragsfähigkeiten, Ihre Sprache und allgemeinen Auftritt verbessern möchten, sind in der Werkstatt von Schauspieldozentin Freia Marten richtig aufgehoben. Gemeinsam werden Atem, Stimme sowie körperliche Präsenz und Lockerheit trainieren, um Euch dabei zu helfen, Euer Auftreten zu optimieren. 

„Wie bleibe ich cool?“ Jeder kennt es, ich wäre schlagfertiger gewesen, hätte ich mich nicht so schnell so aufgeregt. Frank Emmer war lange als Führungskraft in Konzernen der Medienbranche und als CFO mittelständischer Unternehmen unterwegs:
„Ich habe mich oft gefragt, woran es liegt, dass intelligente und hochbezahlte Menschen so wenig intelligente Entscheidungen treffen, wenn sie eine Situation überfordert. Deshalb habe ich nach Wegen gesucht, „cool zu bleiben“ – und habe sie gefunden. Als zertifizierter Wim Hof Method Instructor und Business Coach zeige ich Möglichkeiten auf, wie man in stressigen Situationen ruhig bleibt – jedenfalls meistens. Was das mit Eis zu tun hat zeige ich Dir in meiner Werkstatt“.

Prof. Dr. Enjott Schneider ist heute hauptsächlich Komponist für Konzertsaal, Oper und Kirche. Von 1985-2010 war er jedoch äußerst erfolgreich als Komponist für Kino, Fernsehen und für Dokumentarfilme…. und gewann eine beachtliche Reihe von deutschen und internationalen Auszeichnungen. Sein Werk ist riesig und reicht Kinofilmen wie “Schlafes Bruder” über den “Bozen Krimi” und unzähligen Dokumentationen und Orchesterwerken bis zur Oper in chinesischer Sprache aus seiner Feder. Er erklärt Euch die Macht der Musik als Kommunikationsmittel, die in ihrer seelischen, tiefenpsychologischen und spirituellen Verankerung begründet ist.

Wir laden Sie, Euch herzlich ein, sich auf diese Woche des Austauschs einzulassen – für mehr Sprache, wo Sprachlosigkeit droht, und für mehr Miteinander in einer Zeit des Auseinanderdriftens.

Denn nur wo Sprache lebt, kann Verständnis wachsen.

Wir freuen uns auf eine spannende Studienwoche!

Es grüßt Euch euer Vereinsvorstand und die Planungsgruppe,

Christian Mund, Paul Borgetto, Wibe Keke Wermann, Erich Karnicnik, Philipp Lynch, Claus Fokke Wermann, Detlef Endeward, Johannes Borgetto

Und nun gleich buchen, das Buchungssystem ist online! Aber es gibt auch weiterhin das gute zuverlässige Anmeldeformular zum Download.

Wer die Studienwoche nicht komplett schafft, aber trotzdem gerne kommen möchte, meldet sich bitte individuell an info@iakm.de.

Wie immer sind Familien ganz herzlich willkommen und die Kinderbetreuung ist im Preis enthalten, kostet also nichts zusätzlich, egal wie viele Kinderlein kommen😉.

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