2019

Musik und Film in der  Studienwoche 2019

 

Zwischenspiele 2019

Filmabend Teil 1

„Tomorrow Die Welt ist voller Lösungen“ von Ciril Dion und Melanie Laurent

Dokumentarfilm, Frankreich 2015, 120 Minuten, Regie: Cyril Dion

Dokumentarfilm über Initiativen, die jetzt schon weltweit nachhaltiges Wirtschaften und Leben verwirklichen und damit die Möglichkeit eines Wandels vormachen, mit dem sich prognostizierte Krisenszenarien abwenden lassen. Er überzeugt nicht nur durch den informativen Überblick über vielfältige Projekte, sondern auch durch seine Form: Die Filmemacher legen ihr Hoffnungsszenario als mitreißendes, mit einem bemerkenswerten Soundtrack unterlegtes „Road Movie“ an und schaffen es, dass sich die Neugier, mit der sie auf ihrer Reise auf verschiedene Protagonisten und deren Initiativen zugehen, auf die Zuschauer überträgt. Finanziert durch eine erfolgreiche französische Crowdfunding-Kampagne, wurde er in Frankreich mit dem „César“ ausgezeichnet. (filmdienst.de)

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=lJy_tAm9IJQ 

Vorgestellt von Franz Haider

Filmabend Teil 2

„Gundermann“ von Andreas Dresen

Gespräch: Conny Gundermann und Professor Dr. Paul Bartsch

Biografischer Film über das kurze und intensive Leben des Baggerfahrers und Liedermachers Gerhard „Gundi“ Gundermann (1955-1998), der in seiner filmisch-musikalischen Form die charakterliche Komplexität des Künstlers ebenso vermittelt wie die Widersprüchlichkeit des Lebens in der DDR. Die achronologische, mitunter auch assoziative Dramaturgie will über den eigensinnigen Freigeist nicht urteilen, sondern sich von seiner inneren Zerrissenheit berühren lassen. Eine aus Alltagsbeobachtungen entwickelte, in der Hauptrolle kongenial interpretierte Annäherung an einen vielschichtigen Menschen in einem untergegangenen Land. (filmdienst.de)

Gundermann, Deutschland 2018, 127 Minuten, Regie: Andreas Dresen

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=kYkXKIU7OAA

Cornelia „Conny“ Gundermann

Conny war – seit 1983 auch offiziell mit Trauschein – die Frau an der Seite Gerhard Gundermanns, die Mutter seiner Linda, und doch auch vieles mehr: Sie stand in den 1980er Jahren gemeinsam mit Gundi und der „Brigade Feuerstein“ auf der Bühne, war als Sängerin beim „Glücksland“-Programm dabei, verkörperte die Malwina im gleichnamigen Kinder-Musical und hielt ihrem Mann seit 1988 organisatorisch den Rücken frei. Nun ist sie Filmfigur geworden in Andreas Dresens berührendem Spielfilm „Gundermann“ (2018). Und nicht erst seitdem gefragte Gesprächspartnerin, was ihr nicht ganz leicht fällt. „Ich kenne alle Geschichten, die zu diesen Liedern gehören. Das ist sein, mein … unser Leben gewesen“, sagte sie schon 2013 in einem Interview. Sie will Gundis viel zu früh zu Ende gegangenes Leben weder ver- noch erklären. Dennoch oder gerade deshalb kommt sie zu uns in die IAKM-Studienwoche. Dresens Film wird sie zum x-ten Mal sehen und mit uns darüber sprechen. 

Zwischenspiel

Annika Boos und Marco Lombardo singen mit den Teilnehmern in den „Denkpausen“. Es geht darum, den Kopf wieder frei zu bekommen. Denn –

JEDER kann singen! Jede Stimme ist einzigartig. Und zusammen klingen wir alle noch viel einzigartiger. Deshalb lernen wir unsere Stimme (und unseren Körper als „Instrument“) wieder neu kennen. Wir singen Lieder mit wenig Text, mit Bodypercussion, mit Begegnungen und auch Tanz. Und ohne Noten. Ohne Zettel in der Hand. Ganz befreit und ohne Druck. Und wir werden eine starke Ver-bindung herstellen – das geht beim gemeinsamen Sin-gen kaum anders. „WirStimmen“ von und mit Annika Boos und Marco Lombardo.

Annika Boos

hat klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln studiert. Ihre sängerische Tätigkeit führt sie in zahlreiche Opern- und Konzerthäuser welt-weit, wie in die Kölner Philharmonie, in das Concertgebouw Amsterdam und nach Nicaragua, auf die Philippinen, Korea und Japan. Neben ihrer künstlerischen Arbeit, hat sie sich auch der Musikpädagogik verschrieben. 2014 macht sie ihr Diplom in Elementarer Musikpädagogik. Sie hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Tanz in Wuppertal, coacht Chöre und gibt Gesangsunterricht. Ihr Musikprojekt mit SeniorInnen „frisch gesungen“ gewann den Förderpreis des Hochschulwettbewerbs der Rektorenkonferenz deutscher Musikhochschulen.

 

 

Marco Lombardi

Journalist und Moderator beim WDR.
Aber die Musik hat es ihm schon immer angetan. Als Singer/Songwriter schreibt er eigene (zumeist deutsche) Lieder. Aber vielmehr geht es ihm um das gemeinsame Singen. Deshalb hat Marco Lombardo eine Weiterbildung („Die heilende Kraft des Singens“) gemacht. Dabei hat er gelernt mit einfachen Liedern andere Menschen für das Singen zu begeistern -u.a. in einem Senioren-Chor mit demenziell erkrankten Menschen. Gemeinsam mit Annika Boos hat er das Projekt „WirStimmen“ ins Leben gerufen. In der Wuppertaler Thomaskirche zum Bei-spiel kommen jeden Monat ca. 60 Menschen zusammen um gemeinsam zu singen. 

Die IAKM feiert

mit Paul Bartsch & Band

 

Pünktlich zum 15jährigen Bandjubiläum im Jahr 2018 haben Paul Bartsch und seine Musiker ihr neues – nunmehr siebentes – Studioalbum veröffentlicht. „LiebesLand“ widmet sich im ersten Teil den diversen gesellschaftlichen Schieflagen und schreckt dabei weder vor einer Liebeserklärung an noch vor einem Alternativangebot für Deutschland zurück. Zudem wird die Intelligenz des Schwarms in Frage gestellt, und Superman darf einen freien Tag genießen. Daneben hat der hallesche Liedermacher sehr persönliche Lieder geschrieben, die zeigen, dass der Zirkustiger unter seinem dicken Fell durchaus sensibel und verletzlich daherkommt. Das alles wird zum Feier-Abend der IAKM zu hören sein, gemischt mit bewährtem Songmaterial aus anderthalb erfolgreichen Jahrzehnten.

www.zirkustiger.de