2023

Werkstätten Studienwoche 2023

 

Unser Werkstattangebot 2023

Werkstatt 1

Krisenzeiten – Zeiten für Utopien?
Die Nachkriegsjahre im Spiegel ihrer Filmproduktionen

Utopien sind zurück. Das jedenfalls legt ein Blick in die Medienlandschaft nahe: „Utopien gedeihen in Krisenzeiten besonders gut“. „Weggabelung. Krisenzeiten wie die jetzige lassen Utopien sprießen“ Diese oder ähnliche Überschriften zu Medienbeiträgen und auch zu Tagungsangeboten und Universitätsveranstaltungen findet man in diesen Zeiten, die Bundeskanzler Scholz als „Zeitenwende“ bezeichnet und in denen es durchaus auch Beispiele für die Suche nach nachhaltigen Alternativen im Alltag gibt. Krisenzeiten also Zeiten für Utopien?

In dieser Werkstatt wollen wir uns den Nachkriegsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg zuwenden. Wie sah es in dieser für viele Menschen in Europa existenziellen Krisenzeit im Alltag der Menschen in Deutschland aus? Waren diese Menschen in der Lage und auch Willens, Utopien oder auch Zukunftsentwürfe zu entwickeln? Auskunft sollen und können uns dafür Spielfilme aus jener Zeit geben.

Wenn man dem deutschen Journalisten, Soziologen, Filmtheoretiker und Geschichtsphilosophen Siegfried Kracauer folgt, sind Filme Spiegelungen von kollektivem Bewusstsein, von Sehnsüchten, Ängsten, Tagträumen der Menschen und der Zeit, in der und für die sie gemacht wurden. Dann müssten sich in den Nachkriegsfilmen – wenn Krisenzeiten Zeiten für Utopien sind – auch Zukunftsvorstellungen und utopische Ideen wiederfinden lassen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungskrise und den Diskussionen über Verkehrswende oder die Nachverdichtung in vielen Großstädten ist es darüber hinaus spannend zu fragen, wie aus Bombentrümmern Visionen der “neuen” Stadt entwickelt und diese umgesetzt wurden. Der Wieder-/Neu-Aufbau der zerstörten Großstädte nach dem zweiten Weltkrieg: konkretisierte Utopien? Am Beispiel Hannovers, dessen Wieder-/Neu-Aufbau 1959 im SPIEGEL als „Wunder von Hannover“ gefeiert wurde; wollen wir uns auf die  Spurensuche machen. Dazu zeigen uns u.a. Dokumentarfilme jener Zeit Bilder und bieten Deutungen der Entwicklung an.

Detlef Endeward

M.A., geboren 1951, studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie in Hannover und arbeitete anschließend an Schulen, in der außerschulischen Bildung und in der Lehrerfortbildung. Von Mitte der 70er Jahre an war er in der historisch-politischen Bildung und Medienbildung tätig, zunächst für verschiedenen außerschulische Einrichtungen und in Schulen, dann in der Landesmedienstelle Niedersachsen und im Niedersächsischen Lehrerfortbildungsinstitut (NLI) und von 2000 bis 2003 als Mitglied der Projektgruppe n-21 im Nds. Kultusministerium. Von 2004 bis 2018 war er Fachbereichsleiter Medienbildung im Nds. Landesinstitut (NLQ) und 1918/19 Fachbereichsleiter Politische Bildung.

Gegenwärtig engagiert er sich in der Gesellschaft für Filmstudien (GFS) zu Fragen des historisch-politischen Lernens mit und über Filme. Er ist verantwortlicher Redakteur der GFS-Website „Lernwerkstatt Film und Geschichte. Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts im Film.“

Werkstatt 2

Check deine Privilegien und werde ein Ally!

In einer Zeit sozialer Umbrüche, Spannungen und Unsicherheiten, ist es wichtig innezuhalten und die Utopie einer Gesellschaft zu schmieden, in der eine tatsächlich gelebte Vielfalt auf Grundlage von Chancengleichheit vorherrscht. Ein nachhaltiger Zusammenhalt setzt jedoch Solidarität voraus und bedingt, dass alle Bürger:innen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven, Meinungen und Weltanschauungen, auf dem Boden der Rechtsstaatlichkeit, die Chance bekommen ihre Potenziale zu entfalten und sich einzubringen. Das Vorliegen ungleicher Startbedingungen wie bspw. beim Zugang zu Informationen, Netzwetzwerke oder der soziale Status usw. führen jedoch dazu, dass einige Gruppen in der Gesellschaft tendenziell häufiger strukturelle Benachteiligung erfahren. In diesem Zusammenhang ist es wichtig eigene Privilegien zu reflektieren und gleichzeitig ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass diese anderen verwehrt sind. Dabei kann es hilfreich sein, Privilegien nicht als Schuldzuspruch oder Bürde, sondern vielmehr als Potenziale einer Handlungsmacht zu verstehen und wahrzunehmen, um positive Veränderung anstoßen.

Aus diesem Grund lade ich Sie zu einem partizipativen Workshop ein, in dessen Rahmen wir uns mit Positionen der Macht und Ohnmacht bzw. Privilegien in der hiesigen Gesellschaft auseinandersetzten. Dabei bewegen wir uns entlang der Frage was es braucht, damit wir uns der Utopie einer Gesellschaft, in der eine gelebte Diversität und Chancengleichheit vorherrschen, annähern können.

 

Nkozi Muyisa Muhindo,

für die Grünen im Integrationsausschuss des Wuppertaler Rats, Politikwissenschaftler und Projektmanager für die Kookaburra gGmbH, die sich mit Integration und Diversity beschäftigt. Derzeit ist er als Bildungsreferent tätig und veranstaltet Fortbildungen für Multiplikator_innen, sowie Sensibilisierungsarbeit & Workshops zu den Themen Rassismus, (neo)Kolonialismus und Migration. Sein Ziel ist es durch seine Arbeit als Brücke zwischen Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Lebenswirklichkeiten zu agieren, um ein harmonisches „Miteinander zu fördern.

Werkstatt 3

Ankommen bei MIR!  (…der Einzigartigkeit des Einzelnen)

 Pilates ist heute aus kaum einem Fitnesskonzept wegzudenken. Pilates trainiert unsere körperliche und geistige Stärke. Bei den Übungen wird unser Fasziennetzwerk meist mit einbezogen. Mit dem zusätzlichen Einsatz der Faszienrolle werden viele Übungen zu einem neuen Erlebnis der Körperwahrnehmung, einer einzigartigen Kombination aus Beweglichkeit, Kraft aus der Tiefe und Selbst-Wahrnehmung. Bewußtes Atmen spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie das Wahrnehmen mit allen Sinnen (sehen, schmecken, riechen, fühlen). Wenn das Wetter und die örtlichen Gegebenheiten es zulassen, werden wir gemeinsam ein Wandern mit Achtsamkeitsstationen und Bewegungsstationen er-leben. Ein Grundverständnis für basisch ausgewogene Kost/Ernährung und die Wirkweise von Basenfasten/Detox wird in einem weiteren Teil besprochen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, was eine entgiftende, gesunde Ernährung auf mich individuell zugeschnitten bedeuten kann. Mentaltraining, mentale Fitness, mentale Stärke ist unbestritten eine wichtige Grundlage für den einzelnen Menschen mit ständiger Veränderung besser umgehen zu lernen/können (Resilienztraining, Training meiner individuellen Umsetzungskompetenz). Arbeiten mit emotionaler Intelligenz-„Selbst“-Wahrnehmung: In diesem Teil erfahren und erleben wir mehr zu Atemreisen, geführten, angeleiteten Meditationen und Chakren-Meditationen (mit Hinweisen zum „Selber machen“) Dazu können auf Wunsch auch Hypnose-Reisen (mit Anleitung zur Selbst-Hypnose) gehören. Die Vision:  Jeder Mensch erkennt, dass er für sich und seine innere Befindlichkeit absolut selbst verantwortlich ist–und setzt es individuell für sich selber um (Selbst-Liebe, Selbst-Fürsorge).

 

Uwe Riedel
Christine Wundrack

Seit über 25 Jahren selbstständige Sport-, Fitness- und Gesundheitstrainerin, Gesundheits-Coach, Pilates- Mastertrainerin, Personaltrainerin, Ausbilderin und Referentin beim Landessportbund.

Expertin für basische Ernährung nach Renate Collier (Schwerpunkt Adipositas), Expertin und Coach für emotionale Intelligenz (Körperintelligenz), Dorn-Breuss-Therapeutin, Wellnesstherapeutin (Massage).

„Erfolg hat drei Buchstaben: TUN!“ (Goethe)

Uwe Riedel

Mit seiner langjährigen Erfahrung im In- und Ausland ist er anerkannter Experte für Menschen in Veränderungsprozessen (gewollte wie ungewollte), Führungskräfte-Entwicklung und Gesundheit (TÜV-zertifiziert).

Die nachhaltige Umsetzung persönlicher Vorhaben, die Selbstentwicklung auf der Basis von emotionaler Intelligenz und die Stärkung von Resilienz sind Schwerpunkte seiner Tätigkeit. Er ist Trainer und Ausbilder für emotionale Intelligenz, Mediator, Hypnose-Coach, ausgebildeter geistiger und spiritueller Heiler.

„Der Kopf muss lernen loszulassen, damit die Seele wieder atmen kann und das Herz wieder zur Ruhe kommen kann“

Werkstatt 4

Humor als Ressource für Gelassenheit und Schlagfertigkeit!

Theater-Improvisationstraining zum Entwickeln und Sich-weiterentwickeln

Unzufrieden gehen wir aus einer Situation heraus und wissen im Nachhinein ganz genau, wie wir mit kühlem Kopf spontan und adäquat hätten reagieren können…

Spontaneität kann man trainieren und das ist keine Utopie!

Mittels Techniken aus der angewandten Improvisation lernen wir, in kritischen und unerwarteten Situationen einen klaren Geist zu bewahren und humorvoll, gelassen und schlagfertig zu reagieren. Improvisationstraining verhilft zum Perspektiven­wechsel, zur Veränderung und durchbricht Routinen und übt bekannte und unbekannte Verhaltensweisen in möglichen und unmöglichen Situationen des menschlichen Miteinanders. Trainiert wird in spielerischen Übungen:

aus dem Stehgreif zu agieren, geistesgegenwärtig zu reagieren, auf äußere und innere Impulse zu achten, bewusst mit zwischenmenschlichem Hoch- und Tief-Status zu spielen. Das alles erfahren wir mit viel Spaß in geschütztem Raum und wertschätzender Atmosphäre und gelangen gemeinsam zu individuellen Veränderungsprozessen für die Zukunft in Beruf und Alltag.

 

 

 

 

Babette Dörmer

Seit über 30 Jahren im Off-Theater tätig, sowohl als Schauspielerin, Trainerin, Kabarettistin und Regisseurin. Zurzeit leitet sie verschiedene Theaterprojekte in Bonn, Siegburg, Köln und Norddeutschland sowohl mit Kindern und Jugendlichen als auch Erwachsenen und spielt u.a. für das Scharlatan Theater HH, tritt mit dem Kabarett Dörmer Kroemer und solistisch auf.

Werkstatt 5

Utopien in der Praxis

Wenn Visionen verstanden werden als ideale Bilder für die Zukunft, dann haben wir alle vermutlich solche Bilder mehr oder weniger klar im Kopf. Für die einen sind es Wunschkonzerte oder schöne Träume für andere werden es konkrete Ziele.

 In der Werkstätte werden wir uns mit 2 Themenfelder befassen:

  • Wie könnte aus unserer Sicht eine ideale Kommunikation in der Gesellschaft aussehen? Wie sollen Massenmedien, Journalisten und andere Kommunikatoren sich verhalten und kommunizieren?
  • Wie könnte ideale Bildung im Sinne von Qualifizierung von Aus- und Weiterbildung gestaltet werden um unseren Idealen zu entsprechen?

 Was passiert aber, wenn solche Ideale in die Welt kommuniziert werden. Wie gehen andere damit um, wie gehen wir selbst mit den Idealen anderer um und wie könnte dieser Interaktionsprozess sinnvoll gestaltet werden. Hierzu können wir gemeinsam Ideen entwickeln und praktisches Handeln ausprobieren.

 

 

Erich Karnicnik

Kaufmann und Diplom-Psychologe mit Zusatzausbildungen zum Kommunikations- und Verhaltenstrainer und Coach. Insgesamt 40 Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Branchen: öffentlich-rechtlicher und privater Rundfunk, in öffentlichen Schulen und im Konzernstab eines internationalen Unternehmens der Elektroindustrie. Coaching und Beratung von Organisationseinheiten, Teams und einzelnen Führungskräften. Zahlreiche Vorträge zu den Themen Führung und Organisationsentwicklung. 

Weitere Werkstätten folgen!

Kinder und Jugendwerkstatt